M**-Gruppe des RFC Niedervieland glänzt beim Deutschen Voltigierpokal

Eine ganz schön lange Anreise hatten die Sportlerinnen des RFC Niedervieland. Der Austragungsort, das Landgestüt Zweibrücken liegt rund 650 km von Bremen entfernt.  Bremen). Auf dem Hinweg wurde ein Zwischenstopp mit Übernachtung in Köln eingelegt, um es Gruppenpferd Landlord als wichtigsten Partner so entspannt wie möglich zu machen. Der 10-jährige Hannoveraner Fuchswallach gehört seit fünf Jahren zum Team. Bereits im Jahr 2015 war die Gruppe mit Landlord beim Deutschen Voltigierpokal an den Start gegangen und hatte seither davon geträumt, dieses Ziel erneut zu erreichen.

Mit von der Partie waren in diesem Jahr neben Landlord auch Longenführerin Alexandra Gischkowski sowie die Turnerinnen Lena Spindler, Finja Nobel, Lotte Wessel, Cordula Kahle, Franziska Braun, Nadine Renken, Ronja Plotzki, Giuliana Gabrielli. Neben dem Team des RFC Niedervieland waren keine weiteren Teilnehmer aus dem Bremer Landesverband am Start. Die 26 teilnehmenden Mannschaften, bei denen es sich um die besten M-Gruppen Deutschlands handelte, kamen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Durch die guten Ergebnisse in der ersten Saisonhälfte hatte der weite Anfahrtsweg die Bremerinnen nicht mehr abgeschreckt. Über die Saison hattensie schon drei S-Noten erhalten und deshalb waren sie umso motivierter, an den Start zu gehen

Am Donnerstag fand zunächst die Verfassungsprüfung der Pferde statt. Während ein Teil der Teammitglieder bereits am Vortag angereist war, kamen die restlichen Voltigiererinnen erst am Donnerstag um vier Uhr nachts in Zweibrücken an. Eine Autopanne auf dem Hinweg hatte die Anreise erschwert.

Der erste Pflichtstart stand am Freitagnachmittag auf dem Programm. Schon beim Aufwärmen hatte das Team des RFC Niedervieland ein gutes Gefühl, zumal das Landgestüt Zweibrücken gute Bedingungen bot. „Wir haben darauf vertraut, dass Landlord sich nicht von der imposanten Atmosphäre beeindrucken lässt. Er hat uns nicht enttäuscht und seinen Job sehr gut gemacht, sodass wir uns gemeinsam mit ihm einen vierten Platz erturnen konnten“, berichtet Teammitglied Nadine Renken.

Am Samstag trat die Gruppe dann hoch motiviert zur Kür an. Trotz eines Patzers konnte sie ihre Platzierung halten und in das Finale einziehen. Das war mehr als die Bremer erwartet hatten und alle haben sich gefreut, noch einmal zur Pflicht und Kür in die Halle einlaufen zu können. In der Finalprüfung merkten die Niedervielanderinnen dass sowohl sie als auch Landlord körperlich bereits viel geleistet hatten. So turnten die Sportlerinnen mit etwas weniger Leichtigkeit als im ersten Durchgang. Trotzdem waren alle sehr mit sich und ihren Teammitgliedern zufrieden.

In der Finalpflicht reichte es erneut für den vierten Platz, nach der Kür landeten die Bremer dann auf dem sechsten Platz. In beiden Durchgängen wurde Landlord außerdem als drittbestes Pferd geehrt. Erschöpft und glücklich von dem Wochenende sind die Bremer in der Nacht von Sonntag auf Montag wieder in Bremen angekommen

„Wir blicken mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die Saison zurück, da wir uns von unserem geliebten Thema Pantomime verabschieden, aber auf alles stolz sind, was wir in der Saison gemeinsam erreichen konnte“, so Nadine Renken.

Auf dem Deutschen Voltigierpokal konnte die M**-Gruppe des RFC Niedervieland die vierte und fünfte S-Note erturne. Dadurch wird sie in der nächsten Saison in der Leistungsklasse S antrete. Herzlichen Glückwunsch!

 

Julia Würzburg