Springlehrgang mit Marcus Döring

 

 

 

Bilder von Birgit Seemann

Tolle Resonanz auf Herbst-Springlehrgang bei Marcus Döring
Zum ersten Mal hatte der Pferdesportverband Bremen Marcus Döring (Bundestrainer der Vielseitigkeitsreiter Springen) als Lehrgangsleiter für den traditionellen Herbst-Springlehrgang auf der Anlage der Familie Lorenz im Teufelsmoor begrüßen dürfen.

Nachdem bei den diesjährigen Landesmeisterschaften mangels entsprechender Teilnehmerzahlen keine Medaillen bei den Pony-Springreitern vergeben werden konnten, war die Freude über die so zahlreich vertretenen Ponyreiter beim Lehrgang besonders groß. Sage und schreibe neun Ponyreiter hatten sich zum Lehrgang angemeldet. „Der gesamte Vierkampf-Perspektivbereich ist angetreten“, zeigte sich Inken Tittel, Zugpferd der Bremer Vierkampfsparte, begeistert.  Am ersten Tag stand die Feststellung des Leistungsstandes und das Analysieren der individuellen Defizite im Focus. Marcus Döring zeigte sich positiv überrascht von dem guten Leistungsniveau der Lehrgangsteilnehmer. „Die Reiterinnen und Reiter haben durchweg einen sehr ausbalancierten Sitz“, lobte er. Der zweite Tag wurde genutzt, um das Parcourreiten zu trainieren. „Gutes Parcoursreiten ist gutes Dressurreiten“, mahnte er zunächst. Was vielen Springreitern als lästiges Übel erscheint, ist für den Profi das A und O. „Nur wenn ich mein Pferd dressurmäßig arbeite und es entsprechend durchlässig ist, bin ich in der Lage, den Galoppsprung zu regulieren“, erklärt er. „Das Pferd verschieben“, nennt er das Verkürzen oder Verlängern des Galoppsprunges. Dabei ist ein korrekter Sitz des Reiters von großer Bedeutung. Marcus Döring legt Wert darauf, dass der Reiter im Einklang mit seinem Pferd arbeitet und nicht gegen das Pferd. Ein leider all zu oft zu sehendes Phänomen – und das auch und insbesondere im Spitzensport. „Die Parcourse werden immer technischer und somit auch immer anspruchsvoller“, erklärt Döring. „Daher muss man sein Pferd am Kreuz und am Schenkel haben“ ergänzt er. Jedoch dürfe dies nicht erzwungen werden, sondern müsse mit vernünftigen und vor allem pferdegerechten Methoden erarbeitet werden. Beim Verbandslehrgang kamen zwei Standardparcourse für die anstehende Jugend Challenge in  Verden zum Einsatz. So konnten diejenigen, dort an den Start gehen werden, sich mit Hilfe des Bundestrainers gezielt auf ihren Einsatz vorbereiten.

Einem Stechen der besten vier Reiter mit Pferdewechsel.
Ronald Donn, der mit dem Lehrgang bei Marcus Döring seinen ersten Lehrgang als Bremer Springbeauftragter auf die Beine gestellt hatte, zeigte sich nach dem Wochenende äußerst zufrieden: „Der Lehrgang war ein voller Erfolg, von den Reitern gab es durchweg ein positives Echo und eine Wiederholung ist bereits in Planung“.

Donn sprach auch der Familie Lorenz für das Zurverfüngstellen ihrer exquisiten Reitanlage seinen Dank aus.

In Kürze wird der Verband den Termin für einen Springlehrgang beim Landestrainer Claus Thiele bekannt geben. Wer über seinen Verein keine Infos dazu bekommt, kann sich an die Geschäfttsstelle, den Springbeauftragten Ronald Donn oder auch die Internetseite des Verbands informieren. Ein weiterer Lehrgang mit Claus Thiele ist für März oder April angepeilt.