Springreiter lernen vom Bundestrainer

 

Aufgrund der durchweg positiven Resonanz von Teilnehmern und Verbandsfunktionären im vergangenen Jahr bot der Pferdesportverband Bremen zum zweiten Mal einen Springlehrgang mit Marcus Döring (Bundestrainer der Vielseitigkeitsreiter Springen) an. 

Dieser fand auf der Anlage der Familie Lorenz im Teufelsmoor statt. Zu den Teilnehmern zählten Kadermitglieder, Mitglieder des 8,0-Clubs, Landesmeister, sonstige leistungsstarke Bremer Reiter aber auch Gäste aus anderen Verbänden.  Bei bester Stimmung wurde am ersten Lehrgangstag an der Technik gefeilt. Der Bundestrainer legt viel Wert darauf, dass die Pferde nach dem Sprung gerade gehalten und die Linienführung und der Weg eingehalten werden. Am Sonntag wurde das zuvor Geübte auf das Parcoursreiten übertragen. Auch Ponyreiter Joschua Dietze (RG Schimmelhof), der sowohl Mitglied im Perspektivkader Dressur als auch im Perspektivkader Vierkampf ist, nutzte die Gelegenheit, mit seinem Pony Nobody von der Mühle das Springen zu trainieren. „Wir haben geübt, dass mein Pony besser zieht. Dazu sollte ich in den Distanzen zulegen und dadurch hat er dann viel besser gezündet“, freute sich Joschua, der sein Pony bislang in A-Springen vorstellt. Seine Mutter Mirjam Dietze, die ihre Bereiter-Lehre zu der Zeit an der Deutschen Reitschule in Warendorf gemacht hat als Marcus Döring dort angestellt war, freute sich, ihren ehemaligen Kollegen wieder zu treffen. Für sie gehört das Springen zu einer vielseitigen Ausbildung von Pferd und Reiter dazu. Joschua hat sein Hauptaugenmerk zwar auf die Dressur gelegt, möchte aber auch das Springreiten weiter betreiben. Auch Victoria Pragall (Hubertus RV) freute sich, vor ihrer Teilnahme am Bundesnachwuchschampionat in Verden Mitte November bei Marcus Döring trainieren zu können.  Für sie dürften die positiven Worte des Bundestrainers eine tolle Motivation sein. Döring zeigte sich nicht nur begeistert von Victoria, sondern auch von ihrer zehnjährigen Ponystute Liz: „so einen wünscht man sich in groß“.  Döring kündigte an, dass er es voraussichtlich zeitlich einrichten kann, Victoria und ihr Pony in Verden zu unterstützen.

Am Sonntag fuhren dann alle Beteiligten zufrieden nach Hause. „Gegenüber dem Vorjahr haben sich alle Reiter, die ich zum zweiten Mal sehe, weiterentwickelt. Die Teilnehmer sind alle auf dem richtigen Weg“, lobte Döring das gute Niveau. „Mit Ronald und Sarah Donn war es auch schön, sie haben das hier wirklich gut organisiert“, ergänzte er. Ronald Donn wiederum bedankte sich bei Marcus Döring für das lehrreiche und fröhliche Wochenende und sprach auch der Familie Lorenz für das erneute zur Verfügung stellen ihrer herausragenden Reitsportanlage seinen Dank aus.

Julia Würzburg