Was passiert eigentlich auf der Galopprennbahn?

Der Pferdesportverband Bremen hatte in der Vergangenheit immer wieder den Kontakt zum Bremer Rennverein gesucht um gemeinsam auf der Fläche Reitsportevents  zu entwickeln.
Im Oktober 2016 verkündete ein Bremer Senator, Herr Lohse(Grüne), das das Rennbahngelände bebaut werden soll.
Noch am Tage der Verkündung hat sich zuerst als Anwohnerinitiative, dann durch großen Zuspruch aus der Bevölkerung aus ganz Bremen, die Bürgerinitiative Rennbahn organisiert.
5.000 Unterschriften wurden beim damaligen Bürgerschaftspräsidenten, Herrn Weber, nach spontaner Sammlung abgegeben.

Eine weitere Petition in 2017 folgte um dann das Volksbegehren am 03.03.2018 am letzten Renntag zu starten.

In 90 Tagen gelang es 30.000 Stimmen für den Erhalt des Rennbahngeländes als Sport-, Kultur- und Freizeitfläche zu sammeln. 21.000 Stimmen hätten gereicht ein Volksbegehren auf den Weg zu bringen. Mit Einreichen des gewünschten Ortsgesetzes waren alle Modalitäten erfüllt. Die Bürgerinitiative Rennbahn hat es als erste Initiative in Bremen geschafft ein Volksbegehren erfolgreich durchzusetzen.

Trotzdem kaufte die Politik die „Golf Range“ aus einem laufenden Vertrag für annähernd 4 Millionen Euro. Der Golfbetrieb wurde zum Ende 2019 eingestellt.

Sofort meldeten sich interessierte Vereine und Verbände bei der Bürgerinitiative Rennbahn um zu erarbeiten wie die Fläche der Galopprennbahn im Sinne des Volksentscheids entwickelt werden kann.

So auch der Pferdesportverband Bremen mit der Idee, gemeinsam mit einem Pferdesporteventer, ein Reitturnier über zwei bis drei Wochen zu entwickeln, regional, überregional bis international ausgeschrieben, mit der Strahlkraft weit über Bremens Grenzen hinaus.

Die Politik hingegen, hat erst einmal einen „Runden Tisch“ kreiert um in mehreren Phasen eine Nutzung gemäß Ortsgesetz anzusteuern. Im inneren Zirkel mit 19 zumeist mit Politikern, Verwaltern aus der Verwaltung und Vertretern der Bürgerinitiative Rennbahn besetzt, findet sich im äußeren Zirkel eine ähnliche Anzahl  incl. Plätzen für Gäste, jedoch ohne Stimmrecht.

Gemeinsam mit dem LSB Bremen haben der Pferdesportverband, Cross- Golfer und Golfvereine, Sportvereine aus der Vahr und Hemelingen, Bogenschützen und viele Eventer ein Arbeitspapier entwickelt, das dem „Runden Tisch „ als Vorlage dienen soll.

Bis nun der Runde Tisch Empfehlungen zur Gesamtnutzung des Rennbahngeländes erarbeitet hat, ist eine Zwischenzeitzentrale „ZZZ“ eingesetzt um sogenannte Zwischennutzungen zu koordinieren. Auch bei dieser ZZZ ist der Pferdesportverband Bremen mehrfach vorstellig geworden und hat seine Ideen vorgetragen. Am 14. Dezember 2020 hat der Pferdesportverband ein WBO Turnier auf dem Rennbahngeläuf beantragt für den 10.und 11. Juli 2021. (man füllt ganz bürgernah einen 16 Seitigen Antrag aus). Hierfür liegt bis zum heutigen Tage keine Genehmigung vor.

In  2020 konnten wir aber gemeinsam mit der Bürgerinitiative Rennbahn und vielen anderen Interessierten eine Info Veranstaltung auf dem Rennbahngelände durchführen. Viele Pferde, Voltigierer und Pferdegespanne  vertraten die Interessen des Pferdesportverbandes.

Für 2021 sind wieder gemeinsame Aktivitäten geplant, sofern die ZZZ dies zulässt. Wir hoffen bald einen Veranstaltungskalender herausgeben zu können.

Der Pferdesportverband und die Pferde-Event-Agentur „En-Garde“ haben eine Präsentation angefertigt, der man gut die Notwendigkeit und Machbarkeit der Pferdesportverbandsideen entnehmen kann.

In jüngster Zeit hat nun die Politik die Idee einer Wegeführung durch das Rennbahngelände favorisiert. Hier kam es zu sonderbaren Abstimmungsverläufen anlässlich einer  Online Regionalausschußsitzung  Vahr , wo alle Bürgeranträge mit dem Inhalt: – man möge die Planung der Wegeverbindung zurückstellen bis eine Gesamtplanung zur Nutzung des Rennbahngeländes erstellt ist-, abgelehnt wurden, jedoch der Antrag der SPD, Grünen und Linken den Galoppsport per sofort zu verbieten, angenommen wurde.

Am 03. März 2021 gab die ZZZ die Freigabe für das Kinderturnier des Pferdesportverbandes Bremen, am 10. Und 11. Juli 2021 bekannt.